Updated: October 2017

Wer nicht fragt bleibt.... 

Bin ich unmusikalisch? Es gibt Unterschiede in der Ausprägung der Begabung. Ich erlebe es selten, dass ­keinerlei Bezug zur Musik besteht. Wenn Sie den Wunsch haben, Gitarre zu lernen, dann sollten Sie diesem Wunsch nachgehen. Ohne es auszuprobieren, werden Sie nie erfahren, ob es funktioniert. Zweifel an der Begabung haben auch hart gesottene Profis. Wer Mut hat und beharrlich bleibt, überwindet Anfangsschwierigkeiten.

Bin ich zu alt?  Alter spielt nur dahin gehend eine Rolle, dass man mit 70 Jahren kein Virtuose mehr wird. Die Hirnforschung hat uns in den letzten Jahren die "Plastizität des Gehirns" bewiesen. Das Hirn bleibt bis ins hohe Alter formbar. Sicher geht das Lernen im Alter langsamer. Doch konnte bewiesen werden, dass ab zehntausend Übungsstunden gegenüber den s.g. "Begabten" deutlich aufgeholt wird. Ferner konnte man beweisen, ­dass ältere Menschen weniger Fehler im Lernprozess machen. Egal wie alt Sie sind. Sie können mit der Gitarre viel Freude erleben. Durch die neu erlernten kognitiven Fähigkeiten bleibt Ihr Hirn fit. Aus Studien wissen wir, dass Kinder ihre Mitschüler, die kein Instrument spielen, in der Auffassungsgabe um 25 % übertreffen.

Welche Gitarre soll ich mir kaufen? Für weniger bekommen Sie auch wenig. Es gibt bei E-bay Gitarren für 30 Euro. Aber ein Instrument sollten Sie nicht nach dem Motto kaufen: "Sechs Saiten und ein Schalloch werden schon genügen". Ich empfehle Ihnen, nicht unter die 100 Euro Grenze zu gehen. Wenn Ihr Geldbeutel es erlaubt, dann sollten Sie in die mittlere Liga (400-600 Euro) vorstoßen. Nichts ist frustrierender als ein schlechtes Arbeitsgerät. Das gilt für den Profi, aber noch viel mehr für den Anfänger!

Ab welchem Alter können Kinder in den Unterricht kommen?
Schaut man sich die Musikkultur der Zigeuner an, dann sieht man beim Besuch einer Wagenburg, dass schon die Kleinsten auf der Gitarre klimpern. Ich bin fest davon überzeugt, dass bereits der Kontakt mit dem Instrument sowie kleine Übungen einmal in der Woche das Kind in seiner Entwicklung fördern. Ein konsequentes Üben ist meist zu viel erwartet!! Die Richtschnur 6 Jahre ist nicht verkehrt. Der Unterricht bleibt lustig, spaßig. Eben kindgerecht. Für die Kleinen auch ohne fixe vertragliche Bindung. Erfahrungsgemäß kann die anfängliche Begeisterung innerhalb weniger Wochen ins Gegenteil kippen.

YouTube-Gitarrenunterricht oder Online-Stunden?
Viele Schüler schreiben mir., das sie bisher mit ­You-Tube gelernt haben. Ich sehe online Lektionen als Ergänzung an. Es ist trotz digitaler Revolution immer noch wichtig zu sehen, wie es jemand anpackt, der es schon kann. Der Weg zum Ziel. Nicht in ­2D, sondern in ­3D. Die Hirnforschung spricht von „Spiegelneuronen“. Das Gehirn ist beim Lernen neuer Fertigkeiten auf die Eigenschaft des Nachahmens angewiesen. Mich wunderte, dass der soziale Aspekt, also gemeinsam mit einem Lehrer etwas angehen, eine große Rolle für den Erfolg spielt!

Wie übt man?
Das ist eine Frage, über die sich schon viele Kollegen Gedanken gemacht haben. Meine Erfahrung ist diese: Der Fortschritt am Instrument wird vom Schüler subjektiv erlebt. Aus diesem Grund mache ich Kontrollaufnahmen. Die Schüler behaupten oft, es geht nicht ­voran. Das widerspricht aber der Hirnforschung. Der Flugschreiber (Gehirn) schreibt immer mit. Durch die Kontrollaufnahmen kann der Schüler hören, dass es doch vorwärts geht. Dies geht oft mit einem Aha-Erlebnis einher. Kleine ­Übeeinheiten, viele einzelne Wiederholungen, sind besser als 2 Stunden am Stück am Tag vor dem Unterricht. Das Aufschieben des Übens bis zum Tag X vor dem Unterricht bedeutet Stress. Stress ist Gift, wenn Sie hinter der Gitarre entspannt bleiben wollen.

Der Flugschreiber (Gehrin) schreibt alles mit. Also auch Ihr Stresserlebnis!! Durch das Aufschieben erleben Sie schon Stress, wenn Sie nur daran denken "ICH MUSS NOCH ÜBEN". Um diesen Teufelskreis von Beginn an zu vermeiden, empfehle ich eine ­Übungsroutine von 15–20 Minuten pro Tag. Schaffen Sie sich zum Üben freie Zeit. Einen Raum in ­dem Ruhe ist. In dem Sie konzentriert für sich sein können. Legen Sie Pausen ein! Lesen Sie zwischendurch mal ein ­Buch! Gehen Sie wieder hinter die Gitarre und machen für 5 Minuten eine Übung. Legen Sie einen Tag in der Woche ein, an dem Sie gar nicht üben. Mehr darüber, wie man übt, erfahren Sie in meinem Unterricht.


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